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Hier und jetzt! Pferde kennen weder Vergangenheit noch Zukunft. Sie befinden sich immer in der Gegenwart, also im Hier und Jetzt. Genau dieser Moment zählt und nur der Augenblick wird gelebt. Auf die gegenwärtige Situation wird reagiert - ohne Wenn und Aber.   Nehmen wir deshalb die Pferde einmal als Vorbild, denn sie bewerten und urteilen nicht. Sie sind immer in der Gegenwart und treten uns immer wieder wert- und vorurteilsfrei entgegen. Jeder Tag ist neu und gut. Schlechte Erfahrungen liegen nicht als negatives Startkapital schon am Morgen eines neuen Tages bereit.  Wie könnten wir besser den Tag beginnen. In uns ruhend, wertfrei, neugierig und offen für Neues. Positiv eingestellt, auf alles was heute kommt. Genau diese Haltung können wir von den Pferden lernen.      Meine Gedanken wandern in diesen Tagen doch noch einmal zurück, um für mich wesentliche Ereignisse Revue passieren zu lassen. Nicht nur das Jahr 2021 geht mir durch den Kopf. Ich gehe vielmehr sechs bis sieben in die V
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Zuversicht und Balance

Noch mitten im Dezember gab es einen sehr sonnigen Vormittag, kaum zu glauben. Und so haben wir - Pferd und Mensch - noch einmal die wärmenden Strahlen in vollen Zügen genossen. Der Blick über die grünen Wiesen, gemischt mit etwas Tau und auch ein wenig Nebel, zeigte eine große Weite und strahlte unendliche Ruhe aus. Und ich dachte so bei mir: "Gerne könnte es so bleiben". Auch im Januar gab es dann noch ähnliche Wohlfühlmomente. Leider änderte sich das Wetter dann doch bald.  Inzwischen ist  es richtig kalt geworden und die Wiesen und Felder tragen eine weiße Decke. Dennoch, es sind immer wieder diese magischen Momente, die zum Innehalten und Entspannen aufrufen. Eine gute Zeit in der Ruhe auch Ballast abzuwerfen, auf sich selbst zu achten und den persönlichen Wünschen mehr Raum zu geben. Denn s obald das Innen und Außen zusammenpasst, befinden wir uns im Gleichgewicht, sind ausbalanciert.  So wie Yin und Yang.    Gerade wenn die Pandemie uns zu schaffen macht ist es so wich

Glück ist...

... wenn der große Vierbeiner mir schon bei der Begrüßung auf Zuruf entgegen kommt und mich interessiert anschaut. ...wenn eine ganz weiche Nase in meinen Taschen nach Leckerli sucht. ...wenn sich ungefähr 550kg Lebendgewicht in Bewegung setzen und mir freiwillig folgen. Und das ganz ohne eine feste Verbindung mittels Strick, sondern einfach mithilfe meiner Stimme und der Körpersprache - einfach so. ... wenn leises Wiehern das Kommen der Futterschüssel begleitet und die Freude darüber zum Ausdruck bringt. ... wenn Möhren und noch andere Herrlichkeiten dann tatsächlich so gut schmecken, dass die Futterschüssel immer wieder von rechts nach links und zurück noch einmal ausgeschleckt wird. ... wenn der (neue) Lieblingsvierbeiner mir sagt: Ich bin heut müd, lass uns mal ne ruhige Kugel schieben. ... wenn ich beim Halskraulen die richtige Stelle treffe und geschlossene Augen signalisieren: Mehr davon.  ... wenn beim Abschiedsritual die Konkurrenz auf vier Hufe

Ein Hauch von Lethargie

Foto: www.dreamstime.de    Es gibt Tage, da läuft alles ein wenig gedämpfter ab. Dann verlangsamen sich die Schritte und es ist keine besondere Eile spürbar. Man hat dann alle Zeit der Welt und nichts kann einen aus der Ruhe bringen. Wenn dann noch die Sonne ein paar wärmende Strahlen auf die Erde schickt, entsteht das sichere Gefühl heute kann nichts mehr wirklich schief gehen. Und so einen wunderbaren Tag gab es jetzt gerade.  Der Begriff Lethargie ist ja manchmal im ersten Moment negativ besetzt. Bedeutet er nach Auskunft des Dudens zunächst doch  Trägheit, Antriebslosigkeit oder Untätigkeit. Doch es gibt durchaus auch noch andere Bedeutungen. Schauen wir einmal über die negativen Assoziationen hinweg und richten den Blick auf die positiven Aspekte, die ebenfalls in dem Begriff stecken und hier in den Vordergrund gerückt werden sollen. Auf der Suche nach Synonymen habe ich folgende positive Eigenschaften ausfindig gemacht:    Langmut , Geduld, Nachsicht, Friedfert

Lebensformen im Wandel

Das Virus hat uns fest im Griff.  Das geht auch an uns, also den Pferden und mir, dem Menschen, nicht spurlos vorbei. Wir sind zwar gesund, dennoch sind auch wir Beschränkungen und Zwängen unterworfen. Der Hof darf nur mit Zutrittsgenehmigung und in einem bestimmten Zeitraum betreten werden. Besondere Hygienevorschriften sind zu beachten, Unterricht, Coaching und Seminare sind gestrichen. Auch hier geht es um die Minimierung der sozialen Kontakte um Ansteckungen zu verhindern. Die Versorgung und Pflege der Pferde hat nun oberste Priorität. Alles andere steht in diesen Tagen zurück. Obwohl das Wetter es in den letzten Tagen mit Sonnenschein so gut mit uns meint ist die Stimmung irgendwie gedrückt. Die sonst so angenehme Stille hat auch etwas Besorgniserregendes an sich. Und so schweifen die Gedanken trotz durchaus vorhandener schöner Momente hier manchmal ab. Panikgedanken helfen jedoch weder Mensch noch Tier. Deshalb möchte an dieser Stelle die schönen Momente in den Vorderg

Love it, change it or leave it.

Dieses englische Sprichwort ist immer wieder mal zu überdenken. Ich liebe strahlend blauen Himmel. Und auch bei kaltem Wetter macht es viel Freude draußen unterwegs zu sein. So wie gestern. Auch wenn der Boden an manchen Stellen unter meinen Füßen und unter den Hufen des Pferdes knirscht. Geerdet und entspannt machen wir uns auf den Weg. Und obwohl die Sonne nach und nach hinter den Wolken verschwindet vermindert das nicht unsere gute Laune. Die Zeit mit den Pferden ist Zeit, die ich liebe. In diesem speziellen Zusammenhang liebe ich ebenfalls besonders Coaching mit Pferden. Anderen Menschen die einzigartige Wirkung von pferdegestütztem Coaching nahe zu bringen ist einfach immer wieder ein unbeschreibliches Erlebnis. Einerseits zu sehen, was die Pferde als Co-Trainer beim Klienten auslösen können und andererseits für mich als Coach, diesen Prozess zusammen mit den Vierbeinern in Gang setzen zu können. Immer wieder unglaublich und wunderbar, denn jeder Prozess ist einzigart

Im Dezember

 Der Weg braucht dein Herz, das Ziel deine Vision.                                        (M.Minder)   So kann alles gelingen. Manchmal vielleicht nicht auf dem direkten Weg. Doch Umwege führen uns ebenfalls ans Ziel und haben gleichzeitig noch ein paar hilfreiche Erkenntnisse im Gepäck. Es dauert vielleicht nur etwas länger. Der Umweg kann auch zu einer Zieländerung führen. Und auch das darf sein!   Das Vertrauen in uns selbst ist dabei der beste Begleiter. Diese schönen und energiespendenden Momente, die aus diesem Vertrauen entstanden sind, sind der nachhaltige Beweis dafür. Deshalb sollen diese positiven Erlebnisse immer möglichst präsent in unserer Erinnerung vorhanden sein. Sie stärken das Herz für den richtigen Weg und inspirieren die Vision für das Ziel.     Welche wunderbaren Momente haben Sie im Jahr 2019 erlebt, was hat besonders viel Antrieb gegeben? Vielleicht gibt es ja doch noch mehr davon, als Ihnen in diesem Augenblick gerade einfallen. Schau