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Posts mit dem Label "Ruhe" werden angezeigt.

Ein Hauch von Lethargie

Foto: www.dreamstime.de    Es gibt Tage, da läuft alles ein wenig gedämpfter ab. Dann verlangsamen sich die Schritte und es ist keine besondere Eile spürbar. Man hat dann alle Zeit der Welt und nichts kann einen aus der Ruhe bringen. Wenn dann noch die Sonne ein paar wärmende Strahlen auf die Erde schickt, entsteht das sichere Gefühl heute kann nichts mehr wirklich schief gehen. Und so einen wunderbaren Tag gab es jetzt gerade.  Der Begriff Lethargie ist ja manchmal im ersten Moment negativ besetzt. Bedeutet er nach Auskunft des Dudens zunächst doch  Trägheit, Antriebslosigkeit oder Untätigkeit. Doch es gibt durchaus auch noch andere Bedeutungen. Schauen wir einmal über die negativen Assoziationen hinweg und richten den Blick auf die positiven Aspekte, die ebenfalls in dem Begriff stecken und hier in den Vordergrund gerückt werden sollen. Auf der Suche nach Synonymen habe ich folgende positive Eigenschaften ausfi...

Kleine Auszeit

Foto: H. Barz-Lenz   Zufrieden und entspannt ist diese Herde beim Grasen und kaum aus der Ruhe zu bringen. Bei sommerlich warmen Temperaturen verbunden mit einer leichten Brise, die von der See herüberweht, lässt es sich gut aushalten. Der Ausflug hierher ist nur eine Tagestour - eine kurze Auszeit - 250 km entfernt und weit weg vom Trubel der Stadt, ganz nah an der Ostsee. Und es lohnt sich. Ich stehe mitten drin, zwischen den Pferden, und die Gelassenheit der Herde schwappt sofort zu mir über. Ihre Zufriedenheit ist spürbar und hautnah. Wer sich hier hinlegt und in aller Gemütlichkeit auf der Wiese eine Rolle von rechts nach links dreht, der fühlt sich sicher und gut aufgehoben. Entspannung pur. In dieser besonderen Situation sowohl für die Pferde, als auch für den Menschen.  Foto: H. Barz-Lenz   Gerne würde ich mich hier einfach hinsetzen und noch viel länger bleiben. Ganz einfach um die Ruhe, den Ger...

Winterliche Impressionen

Auch die kalten Tage haben ihre ganz persönliche Ausstrahlung. Die klare kalte Winterluft präsentiert uns ganz unterschiedliche Bilder. Über den Feldern hängen über Raureif und einer ganz dünnen puderigen Schneeschicht noch kleine Nebelschwaden. Zäune tragen einen federleichten  Mantel.   Aus dem Sommer zurückgebliebene Sonnenblumen sind zu bizarren Stillleben mutiert. Die Vögel können sich an dieser Stelle noch über eine natürliche Futterstelle freuen.        Wer auf dem freien Feld keine Nahrung mehr findet sucht nach anderen Möglichkeiten. Da ist es schon erstaunlich zu welchen Klimmzügen diese kleine Feldmaus hier in der Lage ist. Ich konnte es kaum glauben, als ich diesen winterlichen Besucher auf unserer Terrasse an einem Meisen-Ball habe sitzen sehen. Das Futternetz ist mit Nüssen gefüllt und hängt im Baum neben dem Vogelhaus.    Leider nicht sehr scharf, trotzdem zu erken...

Die Sache mit dem Lebensplan

Ist das Leben tatsächlich planbar? Fotoquelle: www.pixabay.com  Oft ist von einem sogenannten Lebensplan die Rede. Die Jüngeren schauen in die Zukunft und möchten ganz bestimmte Ziele erreichen. Sie haben feste Vorstellungen wie das Leben ablaufen soll, was unbedingt dazu gehört. Die Älteren dagegen betrachten eher   rückwärts gerichtet und stellen fest, dass Vieles nicht so gelaufen ist, wie sie es sich vorgestellt haben. Sie sind enttäuscht und der Meinung ihren Lebensplan nicht erfüllt zu haben. Nicht selten macht sich das Gefühl des Versagt Habens breit. Auch wenn wir es nicht so richtig wahr haben wollen, dieser Plan vom Leben entsteht auch unter den Einflüssen von Mitmenschen, allgemeinen gesellschaftlichen Normen sowie fremden Erwartungen. Und wenn andere Menschen so einen Plan haben, dann muss ihn wohl jeder haben. So steht schnell die Suggestion im Raum: Man muss ihn einfach haben, den Lebensplan.   Großes Veto: Jeder kann und darf frei entscheiden! ...

Wann ist die Welt in Ordnung?

Für mich sind das die Momente am Morgen, wenn ich über ruhige Landstraßen ins Umland fahre. Und besonders dann, wenn ein lieber Vierbeiner auf mich wartet und wir gemeinsame Zeit miteinander verbringen, in der der Alltag in Vergessenheit gerät und wir ganz bei uns sind. Alles ist stimmig. Diese morgendliche Ruhe ist kaum zu beschreiben. Dazu kommen die außergewöhnlich warmen Temperaturen in diesem November, die diese Tage zu einem ganz besonderen Geschenk machen. Darüber hinaus stört hier kein Straßenlärm. Und die hofeigenen Geräusche ... ? Während ich diese Zeilen schreibe versuche ich mich an Geräusche zu erinnern. Gibt es sie überhaupt? In meiner Wahrnehmung nicht - alles ist ruhig, naturbelassen sozusagen. Nur das Schnauben der Pferde, das Klappern an der Tränke und das beruhigende Kauen der Tiere habe ich im Ohr. Mehr nicht. So könnte auch ein hektischer Städter, würde er sich hierher verirren, tatsächlich zur Ruhe kommen...

Klare Sicht

 Letzte Woche durch den Nebel in die Sonne gefahren.     Anfang dieser Woche dann den ersten Regen mit dem "Roten" erlebt. Einstimmung auf herbstliche Zeiten.   Heute nun noch einmal eine tolle Sonnenphase erwischt und mit dem neuen Begleiter an meiner Seite intensiv ausgenutzt.  Und wie wir beide so die Sonnenstrahlen genießen und über die Felder schauen, stellt sich bei mir, wie so oft in solchen Momenten, "Klarheit" ein.        Das lange Abschied nehmen von meinem Lieblingsvierbeiner hat einen Grund: Es ist mir mal wieder schwer gefallen loszulassen. Und sobald ich festhalte kann ich mich nicht so einfach für etwas Neues entscheiden. So dauert es immer etwas länger bis der neue Weg klar erkennbar vor mir liegt bzw. ich mich darauf einlasse und einfach losmarschiere. Heute war es also soweit - die Sicht war klar. Ruhe und Gelassenheit hat sich nun endgültig bei Mensch und Pferd...