Direkt zum Hauptbereich

Ja, aber...

Die heimliche Kraft alltäglicher Worte und wie man durch bewusstes Sprechen selbstbewusster wird.


Ein Buchtipp, geschrieben von der Autorin Lelia Kühne de Haan, erschienen im Nymphenburger Verlag.

Die Sprache macht es!
Es geht darum, wie Worte, die aus unserem Wortschatz nicht wegzudenken sind uns ganz unbemerkt beeinflussen. Oft bewirkt das Gesagte genau das Gegenteil von dem, was wir ursprünglich ausdrücken wollen und was wir fühlen.

Unbewusste Wirkung
Wenn wir mit "Ja, aber..." argumentieren werden alle vorherigen Aussagen zunichte gemacht. Ihr Wahrheitsgehalt erlischt damit. Behauptungen, Feststellungen oder Meinungen verlieren ihren Wert. Jetzt zählt nur noch "Ja, aber...", also die Argumente, die gegen eine bestimmte Handlungsweise oder Lösung sprechen.  Mit "Ja, aber..." entmachten wir nicht nur die vorangegangene Aussage, sondern wir drücken gleichzeitig auch unsere inneren Zweifel aus. Zweifel an einer Lösung und Zweifel in uns selbst.  
 

Selbstwertgefühl
Wir trauen uns etwas nicht zu, weil das Selbstvertrauen fehlt. Doch nur wenn wir uns  selbst vertrauen, dann können wir auch anderen Menschen vertrauen. Das funktioniert jedoch nur, wenn wir uns unserer selbst bewusst und zufrieden sind. Wer in sich ruht kann auch Zutrauen in sein Umfeld fassen. Der Kopf wird so frei ins Handeln zu kommen. "Ja, aber..." ist dann nicht mehr wichtig, weil wir uns nur noch auf das Tun konzentrieren können.

Zweifel
Gleiches gilt für das Wort "versuchen". Auch hier sind wir im Zweifel, ob wir dies oder das tatsächlich schaffen werden. Streuen wir das Wort versuchen ein, so haben wir den Fehlschlag schon im Blick und das Ziel nicht mehr im Focus. Wenn ein Versuch nicht gelingt, müssen wir uns nicht so sehr dafür rechtfertigen, denn der Begriff lässt verschiedene Möglichkeiten zu.

Wertschätzung
"Ja, aber..." ist eine Formulierung, die die Sicht nimmt. Sie behindert unser Tun und Handeln. Nur zu oft stehen wir uns so selbst im Weg und treten auf der Stelle. Verwenden wir dann doch lieber unsere Energie, um in Bewegung zu kommen. Konzentrieren wir uns auf das Ziel und wie es  erreichbar wird. Welche Hindernisse können wir wie aus dem Weg räumen. Ohne "Ja, aber..." sind wir viel näher bei uns, unseren Wünschen und Bedürfnissen.


Dieses Buch zeigt hierfür interessante Perspektiven. Das sind gute Aussichten auf Ursachen mit ungewollter Wirkung. Die Sprache macht es! Empfehlenswert.      
 

Beliebte Posts aus diesem Blog

Hier und jetzt! Pferde kennen weder Vergangenheit noch Zukunft. Sie befinden sich immer in der Gegenwart, also im Hier und Jetzt. Genau dieser Moment zählt und nur der Augenblick wird gelebt. Auf die gegenwärtige Situation wird reagiert - ohne Wenn und Aber.   Nehmen wir deshalb die Pferde einmal als Vorbild, denn sie bewerten und urteilen nicht. Sie sind immer in der Gegenwart und treten uns immer wieder wert- und vorurteilsfrei entgegen. Jeder Tag ist neu und gut. Schlechte Erfahrungen liegen nicht als negatives Startkapital schon am Morgen eines neuen Tages bereit.  Wie könnten wir besser den Tag beginnen. In uns ruhend, wertfrei, neugierig und offen für Neues. Positiv eingestellt, auf alles was heute kommt. Genau diese Haltung können wir von den Pferden lernen.      Meine Gedanken wandern in diesen Tagen doch noch einmal zurück, um für mich wesentliche Ereignisse Revue passieren zu lassen. Nicht nur das Jahr 2021 geht mir durch den Kopf. Ich gehe vielmehr sechs bis sieben in die V

Ohne Worte

Mehr zu diesem interessanten Thema finden Sie im Persönlichkeitsblog von Roland Kopp-Wichmann  Klicken Sie HIER    

Ein Hauch von Lethargie

Foto: www.dreamstime.de    Es gibt Tage, da läuft alles ein wenig gedämpfter ab. Dann verlangsamen sich die Schritte und es ist keine besondere Eile spürbar. Man hat dann alle Zeit der Welt und nichts kann einen aus der Ruhe bringen. Wenn dann noch die Sonne ein paar wärmende Strahlen auf die Erde schickt, entsteht das sichere Gefühl heute kann nichts mehr wirklich schief gehen. Und so einen wunderbaren Tag gab es jetzt gerade.  Der Begriff Lethargie ist ja manchmal im ersten Moment negativ besetzt. Bedeutet er nach Auskunft des Dudens zunächst doch  Trägheit, Antriebslosigkeit oder Untätigkeit. Doch es gibt durchaus auch noch andere Bedeutungen. Schauen wir einmal über die negativen Assoziationen hinweg und richten den Blick auf die positiven Aspekte, die ebenfalls in dem Begriff stecken und hier in den Vordergrund gerückt werden sollen. Auf der Suche nach Synonymen habe ich folgende positive Eigenschaften ausfindig gemacht:    Langmut , Geduld, Nachsicht, Friedfert